Aktuell

 





    

22. Mai 2010: Die frischen Triebe sind weiter gewachsen und sind inzwischen 10 bis 20 cm lang. Überschüssige Triebe an den Reben müssen jetzt entfernt werden. Dazu gehören die so genannten Wasserschosse. Dies sind frische Triebe, welche nicht aus dem Fruchtholz austreiben sondern direkt aus dem Stamm resp. dem mehrjährigen Holz. Diese Triebe werden ausgebrochen, vor allem diejenigen, welche im unteren und mittleren Stammbereich ausschiessen. Auch werden zu dicht aufeinaderfolgende Triebe am Fruchtholz (einjähriges Holz) entfernt. Dies geschieht damit später das Laub optimal besonnt und durchlüftet wird. Das Ausbrechen erfolgt in der Regel 1- 3 Wochen nach dem Austrieb. Wir sind schon eher spät dran.  

Hannes präsentiert uns den Spritzplan und die Planzenschutzarbeiten werden instruiert und aufgeteilt, so dass alle 10 bis 14 Tage gespritzt werden kann. Auf einen Herbizideinsatz wird dieses Jahr noch verzichtet. Aber das Jähten des Beikrauts am Fuss der Reben erweist sich als sehr zeitintensiv.

 

 





    

Anfang bis Mitte Mai: Das Vierblattstadium der frischen Triebe ist inzwischen erreicht. Auch die Vegetation zwischen den Rebzeilen ist kräftig am Wachsen. So mussten verschiedene Arbeiten erledigt werden. Alternierend wurde jeder zweite Durchgang zwischen den Reben gemäht. Auch wurden die Reben nun das erste Mal dieses Jahr mit Pflanzenschutzmittel behandelt. Die Rebstöcke sind an ihrem Fuss stark mit Beikraut verwachsen und müssen freigelegt werden. Die Fauna unter den freigelegten Rebstöcken ist reichhaltig ... 

 

 

    
    

17. April 2010: Die Reben sind mittlerweile alle angebunden - es bleibt Zeit für andere Arbeiten. Acht Rosen werden an den Enden der Rebzeilen gepflanzt. Dies hat einen besonderen Grund. Die Rose dient dem Winzer als "Frühwarnsystem", da sie wegen ihrer etwas höheren Empfindsamkeit als Indikator für drohende Krankheiten gilt (z.B. Mehltau). Ausserdem kann die Rose auch Nützlingen Unterschlupf bieten. Möglicherweise diente der Rosenstock am Ende jeder Rebzeile früher auch dazu, das Pferd daran zu hindern, dass es zu früh in die nächste Rebzeile einbog. Das Pferd musste etwas weiter ausholen und konnte so mit dem Wagen keine Rebbstöcke beschädigen. 

Nach dem Besuch in der Weinkellerei Josef Krug in Wülflingen sind alle zufrieden in den Weinberg zurückgekehrt. Wir haben Freude am Federweisen, den er bisher für unseren Vorgänger erzeugt hat und er ist weiterhin bereit diesen für uns zu keltern.  

 





    

28. März 2010: Zu Dritt wurde im Rebberg gearbeitet. Die restlichen Drähte der Drahtanlage mussten noch nachgespannt und die Vorjahrestriebe angebunden werden. Das Anbinden braucht etwas Geschick. Der feine Schnur-Draht wird um die Vorjahrestriebe und den dicken Draht der Anlage geschlauft und dann mit einem Verdriller (mit Haken) satt angezogen. Die Vorjahrestriebe werden dabei oftmals stark nach unten gebogen und so ziemlich unter Spannung gesetz. Etwas knacken darf es dabei, aber natürlich nicht brechen. Das ist eben Reben-Erziehung. 

Mittlerweile kündigt sich der Austrieb der jungen Triebspitzen an (Grünpunkt). Die Knospen (Augen) sind weiter angeschwollen und die Triebspitzen werden wohl bald sichtbar werden. Mit der Erwärmung des Bodens und dem Anstieg der Lufttemperatur tritt zudem an den Schnittstellen der Vorjahrestriebe eine milchige Flüssigkeit aus. Man sagt, die Rebe beginnt zu "bluten".