Aktuell









25. September 2011: Die Wümmet ist vorbei und die Ernte im Trockenen! Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern! Wir haben ihm netto 1027 kg Trauben abgeliefert, was etwa 720 Litern Wein entspricht (Traubenertrag von 690 g/m2). Geplant ist, in diesem Jahr 2 Barriques à je 225 Liter zu füllen und den Rest zu Federweissem zu verarbeiten. Gefreut hat uns der gemessene Oechslewert von 88°. Die entsprechenden Fotos sind in der Galerie aufgeschaltet.









Mitte August 2011: Der kühle und regnerische Juli hat zwar nichts genutzt, er hat aber auch nicht geschadet. Der Farbumschlag fand gut 2-3 Wochen früher statt als im langjährigen Mittel. Es ist mit einer frühen Ernte zu rechnen (Ende September bis anfangs Oktober).

Die schon reichlich süssen Beeren (75 - 80 ºOe, 28. Aug. 2011) haben nicht nur uns gefreut, sondern ziehen auch Wespen und Vögel an. Wespen hinterlassen nach ihrem Mahl eine runde Öffnung in der Beerenhaut. Diese Frassstelle wird sogleich von Pilzen und Bakterien besiedelt und kann später im Wein zu Fehlern führen (z.B. Essigstich). Gegen die Wespen helfen einfache Pet-Flaschen Fallen (mit Sirup als Köderflüssigkeit). Die Vögel versuchen wir mit knisternden und reflektierenden Alu-Bändern abzuschrecken.

 









10. Juli 2011: Gut 80 Freunde und Zugewandte des Rebvereins Wartberg haben den Stapellauf des Jahrgangs 2010 mitgefeiert. Von den rund 1100 insgesamt erzeugten Flaschen wurde am Anlass rund ein Drittel als Mitgliederanteil übergeben, verkauft und einfach getrunken. Nach einem heftigen Gewitterguss zeigte sich das Wetter dann wieder von der guten Seite. Das Zelt hatte erstaunlicherweise Stand gehalten und die Laune ebenso.

 

 

 









3. Juni 2011: Es blüht im Rebberg. Nichts spektakuläres - die Blüten sind sehr unscheinbar, aber denoch ist diese Phase grundlegend wichtig. Ohne erfolgreiche Blüte würde es schlicht keine Trauben geben. Die Blüten der Rebe sind zwittrig. Männliche Staubgefässe und weibliche Fruchtknoten sind in einer Blüte vereint. Im Weinberg kommt es demnach zur Selbstbestäubung und in der Folge zur Selbstbefruchtung. Pollenübertragung durch den Wind oder Bienen kann zwar stattfinden, ist jedoch nicht erforderlich. Während die Bestäubung zwar praktisch immer stattfindet, ist die Befruchtung keineswegs selbstverständlich. Nur durch diese kommt es zur Ausbildung von Beeren. Die Befruchtung kann beispielsweise durch anhaltend kühles und regnerisches Wetter oder grosse Hitze während der Blütephase stark gehemmt werden, so dass sich aus einzelnen Blüten gar keinen Beeren oder solche mit nur geringer Kernenanzahl ausbilden. Hohe Kernenzahlen fördern das Beerenwachstum und tragen daher zu höheren Erträgen mit kompakten Trauben und dicken Beeren bei (was wegen des erhöhten Pilzbefallrisikos nicht immer erwünscht ist). Entwickelt sich nur ein geringer Anteil der Blühten zu Beeren so spricht man von "Verrieseln". Die Folge sind sehr lockere Trauben und geringe Erträge (Quelle: Abgeändert nach Müller und anderen (2008) Der Winzer, Ulmer Verlag).