Aktuell

     
       

6. Oktober 2012: Die Wümmet ist am Samstag, 6. Oktober 2012 erfolgreich über die Bühne gegangen und die Ernte ist im Trockenen! Herzlichen Dank allen treuen und neuen 18 Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz bei der Wümmet!

Wir haben Marcus Schneider von der Hasenhalde in Feldmeilen kostbare 371 kg Trauben abgeliefert (d.h. ein Traubenertrag von 240 g/m!!!), was etwa 400 Flaschen Wein entspricht. Zum Vergleich wurden letztes Jahr 1'027 kg Trauben geerntet und im Jahr 2010 869 kg Erntegut eingefahren. Die Qualität  überzeugt trotz den Befürchtungen und mit dem erfreulichen Oechslewert von 85° sind wir beinahe an das Vorjahr herangekommen. 

Wegen der geringen Menge haben wir uns entschieden, dieses Jahr nur einen einzigen Wein keltern zu lassen. Der Federweisse musste über die Klinge springen, das ehrgeizige Projekt „Schaumwein“ wurde verschoben und auch der Marc (Grappa) muss auf das nächste Top-Jahr warten. Wir streben mit dem 2012er einen schönen, fruchtigen Blauburgunder an, allenfalls sogar ohne Barrique-Einfluss. 

Die Fotos von der diesjährigen Wümmet sind nun in der Galerie aufgeschaltet. 

     
       

Ende September 2012: Die Wümmet steht kurz bevor - ein prickelndes Gefühl. Wird das Wetter uns noch ein paar gute Sonnenstunden gewähren? Werden die kalten Nächte uns noch ausreichend feine Geschmackstoffe bescheren? Können wir die Zuckergrade des letzten Jahres noch erreichen? 

Eines lässt sich sicher schon sagen: Der Ertrag wird um einiges tiefer ausfallen. Dieses Jahr war ein ausgeprägtes Pilz-Jahr. Der falsche Mehltau hat vor allem in der ersten Sommerhälfte ideal feuchte Bedingungen vorgefunden. Unsere Reben sind davon auch stark betroffen - trotz unserem 10 bis 14 Tages-Rhythmus für das Ausbringen der Pflanzenschutzmittel. Dies reichte offenbar dieses Jahr nicht aus um die Reben genügend zu schützen. So haben viele (Profi-) Winzer jede Woche die Mittel ausbringen müssen (vergleiche Artikel im Tages-Anzeiger vom 22.09.2012). 

 

Ein zweites Phänomen ist dieses Jahr zu beobachten: Innerhalb der Traube sind ganz unterschiedlich grosse Beeren gewachsen. Dies ist zu beobachten, wenn bei der Blühte respektive der Befruchtung die Witterungsbedingungen unvorteilhaft sind (kaltes und nasses Wetter). Dann bleibt gehäuft ein Teil der Beeren klein und die Traube wird generell lockerbeeriger. Auf die Qualität könnte es unter Umständen sogar einen positiven Einfluss haben. Kleine Beeren haben ein besser Verhältnis von Traubenschale (Hort vieler Geschmackstoffe) zum Anteil Fruchtfleisch.  

19. Juli 2012: Um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken, muss an dieser Stelle gesagt werden, dass unsere Reben in einem absolut guten Zustand sind. Dennoch präsentieren wir hier ein kleines Gruselkabinett an möglichen Krankheiten, vor allem Pilzbefall, Schädlingsbefall und Mangelerscheinungen, welche auftreten können und teilweise aktiv bekämpft werden müssen. 

V. l. n. r. 

Pockenmilben-Befall: Ist bei einem mässigen Befall recht harmlos aber prominent an der Blattoberseite durch die aufgeblähten, pockenartigen Galen erkennbar. Die Pockenmilbe hat einen natürlichen Feind: Die Raubmilbe. 

Falscher Mehltau: Wohl die hartnäckigste Pilzkrankheit. Wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus den USA in Europa eingeschleppt. Zu Beginn gelbliche, fleckenartige Aufhellungen an der Blattoberseite. Kann bis zum Absterben des Blattes führen. Ebenso können die heranreifenden Trauben befallen werden. Gegen der falschen Mehltau muss alle 10 bis 14 Tage gespritzt werden. Im biologischen Rebbau sogar fast doppelt so häufig. 

Magnesium-Magel: Einzelne Rebstöcke können Mangelerscheinungen aufweisen, welche meist durch Düngung behoben werden kann. Ursachen: Vernässte Bodenbedingungen, ausgelaugte oder karge Böden, Wurzelschäden z.B. durch Mäuse

Eisenmangel: Vorkommen bei zu hoher Stockbelastung, sprich zu vielen Trauben an der Rebe. Dabei herrscht praktisch nie Mangel an Eisen im Boden, sondern die Rebe hat Probleme das Eisen im Untergrund zu mobilisieren und aufzunehmen. 

 

2. Juni 2012: Bei Marcus Schneider auf der Hasenhalde in Feldmeilen wurden unsere 60 Kartons Federweisser und 100 Kartons vom Privileg Pinot Noir in Empfang genommen. Der Wein wurde an Ort und Stelle nochmals verkostet. Alle sind mit dem Ergebnis zufrieden. Mit vier zum Rand gefüllten PWs und schwellender Brust ging es dann nach Hause. Wir freuen uns darauf bald allen den Wein präsentieren zu können (Sommerrebfest am 7. Juli, Einladung folgt).