19. Juli 2012: Um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken, muss an dieser Stelle gesagt werden, dass unsere Reben in einem absolut guten Zustand sind. Dennoch präsentieren wir hier ein kleines Gruselkabinett an möglichen Krankheiten, vor allem Pilzbefall, Schädlingsbefall und Mangelerscheinungen, welche auftreten können und teilweise aktiv bekämpft werden müssen. 

V. l. n. r. 

Pockenmilben-Befall: Ist bei einem mässigen Befall recht harmlos aber prominent an der Blattoberseite durch die aufgeblähten, pockenartigen Galen erkennbar. Die Pockenmilbe hat einen natürlichen Feind: Die Raubmilbe. 

Falscher Mehltau: Wohl die hartnäckigste Pilzkrankheit. Wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus den USA in Europa eingeschleppt. Zu Beginn gelbliche, fleckenartige Aufhellungen an der Blattoberseite. Kann bis zum Absterben des Blattes führen. Ebenso können die heranreifenden Trauben befallen werden. Gegen der falschen Mehltau muss alle 10 bis 14 Tage gespritzt werden. Im biologischen Rebbau sogar fast doppelt so häufig. 

Magnesium-Magel: Einzelne Rebstöcke können Mangelerscheinungen aufweisen, welche meist durch Düngung behoben werden kann. Ursachen: Vernässte Bodenbedingungen, ausgelaugte oder karge Böden, Wurzelschäden z.B. durch Mäuse

Eisenmangel: Vorkommen bei zu hoher Stockbelastung, sprich zu vielen Trauben an der Rebe. Dabei herrscht praktisch nie Mangel an Eisen im Boden, sondern die Rebe hat Probleme das Eisen im Untergrund zu mobilisieren und aufzunehmen.